
Strategie ist kein Elfenbeinturm-Projekt
Hand aufs Herz: Wenn du das Wort „Strategie“ hörst, denkst du wahrscheinlich an drei Dinge: Arschteure Berater-Teams, die monatelang deine Kaffeemaschine blockieren, 200-seitige PDF-Dokumente, die nach zwei Wochen digital verstauben, und das vage Gefühl, dass hier gerade viel Wind um wenig Wirkkraft gemacht wird.
Viele unserer Kunden haben dieses Trauma im Gepäck. Sie glauben, Strategiearbeit sei ein monolithisches Riesenprojekt, das man nur alle fünf Jahre anpackt, wenn der Marktdruck so groß wird, dass die Hose nicht mehr nur zwickt, sondern platzt. Wir sagen: Nope. Strategie ist kein Event, sondern Führung. Muss also immer stattfinden. Und zwar für allen Ebenen und Rollen in der gesamten Organisation.
Dürfen wir wir einfach so Strategie machen?
Ja, wir müssen sogar. Die meisten Organisationen wissen nämlich eigentlich ganz genau, wo der Schuh drückt. Sie haben nur verlernt, dieses Wissen in ein kohärentes Handeln zu übersetzen. Stattdessen wird in Silos vor sich hin optimiert, während die wirklich strategischen Fragen unter den Teppich der operativen Hektik gekehrt werden.
Hier kommen wir ins Spiel und zwar nicht als die Allwissenden mit der Kristallkugel, sondern als Facilitatoren. Wir glauben an Sprints. In zweimal drei Tagen ballern wir mit euch durch den Prozess, identifizieren die echten strategischen Probleme und leiten daraus konkrete Optionen ab. Zack, fertig. Wirklich. So schnell kann es gehen.
In diesem Handbuch geben wir dir einen Überblick über die wichtigsten Konzepte hinter der Adaptiven Strategiearbeit.


Übersicht
- Was ist adaptive Strategie (einfach erklärt)?
- Adaptive Strategie vs. klassische Strategie: Was ist der Unterschied?
- Wie kann man Strategie visualisieren?
- Wie grenzt sich das Hexagon von anderen strategischen Visualisierungen wie z.B. dem Business Model Canvas ab?
- Welche Routinen braucht adaptive Strategie im Alltag (Reviews, Check-ins)?
- Einführungs-Webinar zur adaptiven Strategiearbeit
Kapitel in Arbeit:
- Wie priorisiert man Initiativen unter Unsicherheit?
- Wie misst man Fortschritt, wenn Outcomes unsicher sind?
- Welche typischen Fehler machen Teams bei adaptiver Strategie?
- Wie prüfe ich ob meine Strategie resilient ist? Der Resilienz-Check im Hexagon!





1. Was ist Adaptive Strategie (einfach erklärt)?
Adaptive Strategie ist im Grunde die Kunst, in einer Welt voller Fragezeichen nicht vor Angst zu erstarren, sondern handlungsfähig zu bleiben. Vergiss den 5-Jahres-Plan, der schon veraltet ist, bevor die Tinte trocken ist. Adaptive Strategie ist kein starres Dokument, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der Stabilität bietet und gleichzeitig Agilität ermöglicht.
Um das Ganze greifbar zu machen, nutzen wir das Modell von Markus Andrezak mit seinen drei Kernbegriffen: Markierungen, Optionen und Arbeit.
Die drei Musketiere der Adaption
- Markierungen (Wer wollen wir sein?): Das sind die Leitplanken deiner Organisation. Sie beschreiben eure Identität und geben Orientierung, ohne ein ehrfurchtgebietendes, glattgeschliffenes Vision-Statement zu sein. Markierungen sind „better beta“: Wenn sie nicht mehr helfen, gute Entscheidungen zu treffen, werden sie eben angepasst.
- Optionen (Was könnten wir tun?): Optionen sind die konkreten Veränderungen, die ihr vornehmen könntet, um euren Markierungen näherzukommen. Strategie bedeutet hier, aus der Fülle der Möglichkeiten (Optionen) die richtigen auszuwählen und sich ganz bewusst gegen andere zu entscheiden.
- Arbeit (Machen!): Strategie ist sinnlos, wenn sie nicht umgesetzt wird. Arbeit ist alles, was ihr tut, um die gewählten Optionen zu realisieren. Hier zählt der Output. Aber dieser zeigt uns auch was funktioniert und was nicht. Sie sind die bottom-up Infos um die richtigen Optionen auszuwählen.
Wie das Ganze zusammenwirkt (Der „Zauber“)
Adaptive Strategie läuft auf zwei Beinen: einem geplanten und einem emergenten.
- Geplant: So wie man das schon immer gemacht hat. Ihr leitet aus euren Markierungen Optionen ab und geht in die Arbeit.
- Emergent: Aus der täglichen operativen Arbeit entstehen neue Ideen und Chancen (Optionen). Diese prüft ihr gegen eure Markierungen: Helfen sie uns, dort anzukommen, wo wir hinwollen? Wenn ja, ziehen wir die Option. Wenn die Markierung dabei im Weg steht, müssen wir vielleicht die Markierung überdenken.
Das Entscheidende ist das Zusammenwirken: In den regelmäßigen Optionen-Meetings wird entschieden, welche Optionen umgesetzt werden sollen. Dabei werden ALLE Optionen gleichrangig betrachtet und je nach aktueller Ressourcen- und Weltlage dann priorisiert. So kann die Organisation pragmatisch und strategisch arbeiten.
Kurz gesagt: Adaptive Strategie ist die kluge Kombination aus langfristigem Nordstern (Markierungen) und dem kurzfristigen Nutzen von günstigen Winden (Optionen)


Noch tiefer einsteigen? Hier gibts noch mehr:
➝ Warum wir Strategie in Zukunft völlig neu denken müssen.
➝ Markierungen, Optionen, Arbeit: die Grundpfeiler adaptiver Strategie
➝ Adaptive Strategiearbeit für Future Organizations





2. Adaptive Strategie vs klassische Strategie: Was ist der Unterschied?
Klassische Strategie ist wie eine Wanderung mit einer detaillierten Karte von 1980: Du weißt zwar, wo der Gipfel ist, aber nicht, dass der Pfad dazwischen längst weggerutscht ist. Adaptive Strategie dagegen ist wie Navigieren mit Google Maps in Echtzeit inklusive Stau-Warnung und Umleitung.
Hier ist der Deep Dive in die Unterschiede:
1. Das Mindset: Plan vs. Experiment
In der klassischen Strategie herrscht der Glaube an die Vorhersehbarkeit. Man setzt sich monatelang hin, analysiert den Markt bis zur Besinnungslosigkeit und gießt das Ergebnis in einen 5-Jahres-Plan. Strategie ist hier ein abgeschlossenes Dokument, das im Verborgenen ausgearbeitet wird.
In der adaptiven Strategie akzeptieren wir, dass die Welt ein unberechenbarer Ort ist (wir nennen das Ungewissheit). Wir planen nicht für die Ewigkeit, sondern arbeiten in Sprints und Iterationen. Strategie wird hier nicht nur gedacht, sondern gemacht und zwar kontinuierlich.
2. Die Begriffe: Nordstern vs. Markierungen
Klassiker arbeiten mit ehrfurchtgebietenden Visionen und Missionen, an deren Wortlaut Vorstände oft wochenlang feilen, bis sie so glattgeschliffen sind, dass niemand mehr weiß, was gemeint ist. (Und sich über die Definitionen dieser Begriffe in den Workshops super streiten können ;-))
Wir nutzen Markierungen. Das sind prägnante Aussagen über unsere Identität (maximal zehn, damit sie auf ein Blatt Papier passen). Sie sind bewusst nicht eng definiert weil jede Organisation sich durch andere Dinge definiert. Sie vor allem auch „better beta“: Wenn sie uns nicht mehr helfen, gute Entscheidungen zu treffen, passen wir sie an. Sie sind ein Arbeitsinstrument, keine heilige Kuh.
3. Die Bewegung: Wasserfall vs. Zwei Beine
Die klassische Schule folgt dem Wasserfall-Prinzip: oben wird entschieden, unten wird ausgeführt. Wenn der Plan in der Realität scheitert, hat meistens die „Umsetzung“ Schuld, oder der Plan wird still und heimlich die Schublade gelegt .
Adaptive Strategie läuft auf zwei Beinen:
- Das geplante Bein: Wir leiten aus unseren Markierungen Optionen ab und gehen in die Arbeit.
- Das emergente Bein: Aus der täglichen Arbeit entstehen neue Ideen und Chancen (Optionen), die unsere Markierungen beeinflussen oder sogar verändern können.
4. Die Rollen: Elfenbeinturm vs. Viele Beteiligte
Klassisch ist Strategie „Magie auf Vorstandsebene“. Ein kleiner Zirkel entscheidet über das Schicksal der Massen.
Adaptiv bedeutet: Strategiearbeit ist für viele da. Es braucht ein Zusammenspiel aus Leuten, die die Markierungen hüten, Leuten, die Optionen vorantreiben (Strategietreibende), und denen, die das Feedback aus der täglichen Arbeit (Seismolog*innen) einspielen. Jede Hierarchieebene in der Organisation pflegt ihr eigenes „Hexagon“ und trägt Verantwortung für ihren Teil der Strategie-Kaskade.
Der Kernunterschied auf den Punkt gebracht:
Klassische Strategie versucht, die Ungewissheit zu ignorieren und durch Analyse in Risiko zu verwandeln (mehr zu der Unterscheidung siehe: Knight’s Uncertainty). Adaptive Strategie nutzt die Ungewissheit als Kraftstoff, um durch kontinuierliches Lernen und Anpassen handlungsfähig zu bleiben.
Klingt anstrengender? Vielleicht. Ist es wirksamer? Definitiv.
Noch tiefer einsteigen? Hier gibts noch mehr:
➝ So sortierst du die Kräfte, die auf deine Organisation wirken.
➝ 7 Mythen der Strategiearbeit
➝ Culture meets Strategy for breakfast





Add-on: Bevor man neue Methoden anwendet, muss man verstehen, woher wir kommen. Strategie hat sich über Jahrzehnte massiv gewandelt: von der militärischen Planung über die industrielle Effizienzsteigerung bis hin zur heutigen Navigationshilfe in der Ungewissheit. In unserem Buch haben wir die Entwicklung des Begriffs nachvollzogen und die unterschiedlichen Denkschulen eingeordnet. Den Auszug aus unserem 2023 erschienenen Bestseller „Future Organization Playbook“ könnt ihr euch hier herunterladen:





3. Wie kann man Strategie visualisieren?
Das Herzstück der Dark Horse Methode ist das Strategie-Hexagon. Es bricht die Komplexität einer Organisation auf sechs Felder herunter und macht sie auf einer Seite sichtbar (und miteinander besprechbar).
Warum sollte ich denn damit meine Strategie visualisieren?
Die Antwort ist simpel: Weil Strategie kein statisches Denkmal ist, das man einmal im Jahr abstaubt, sondern ein lebender Organismus, der atmen muss. Wenn du adaptive Strategie in einer klassischen PowerPoint oder einem 80-seitigen PDF bändigen willst, hast du eigentlich schon verloren.
Hier sind die drei unschlagbaren Gründe, warum ein Tool und die Visualisierung (wie unser Hexagon) der absolute Gamechanger sind:
1. Sichtbarkeit killt das Silo-Dasein
In der klassischen Welt weiß die linke Hand oft nicht, was die rechte strategisch plant. Ein Tool macht die Strategie für alle sichtbar. Wenn jeder sieht, wo die Leitplanken stehen, können Teams eigenverantwortlich entscheiden, ob ihre aktuelle Arbeit noch auf die Strategie einzahlt. Transparenz ist das beste Mittel gegen Bullshit-Projekte.
2. Dynamik statt Dateileichen
Adaptive Strategie lebt von der Rückkopplung. Wenn sich eine Option als Sackgasse entpuppt oder ein Seismograph Alarm schlägt, muss das System atmen. Ein einfaches visuelles Tool erlaubt es dir, kontinuierlich in den Austausch zu gehen, der nicht mehr ls 15 min dauern muss. Wer will schon „Strategie_v12_final_FINAL_v2.pdf“ suchen, sich durch 30 Seiten quälen und dann auch noch mit den Abteilungszielen abgleichen…?
3. Gemeinsames Handeln durch eine gemeinsame Realität
Nur gemeinsames Handeln entfaltet wirklich Wirkung. Organisationen leiden oft unter einem Wirrwarr aus verschiedenen Wahrheiten. Der Vertrieb sieht die Welt anders als die IT. Tools wie das Strategie-Hexagon ermöglicht es alle Beteiligten schnell und einfach eine gemeinsame Realität zu schaffen. Die Visualisierung macht aus einem abstrakten Monster ein navigierbares Gelände, auf dem wir uns als Kollektiv orientieren, um mit voller Wucht gemeinsam in die richtige Richtung zu marschieren.
Kurz gesagt: Ohne Tool ist deine adaptive Strategie nur eine gute Absicht. Mit Tool und Visualisierung wird sie zum Betriebssystem für gemeinsames Handeln.


Noch tiefer einsteigen? Dann hier entlang:
➝ Das Strategie-Hexagon – Eine Einführung: Die Basics zu Zweck, Spielfeld, Wertversprechen, Kompetenzen, Strukturen und Kultur.
➝ Visuelle Tools für die Strategie-Arbeit: Warum ein gemeinsames Bild (Shared Mental Model) mächtiger ist als ein 100-seitiges PDF.
➝ Kräfte sortieren & Positionierung: Wie man das Hexagon nutzt, um Marktchancen und Herausforderungen strukturiert zu bewerten.
➝ Nicht reden, machen! Eine kleine Übung für die Mittagspause um deine eigenen Strategie zu beschreiben.





4. Wie grenzt sich das Hexagon von anderen strategischen Visualisierungen wie z.B. dem Business Model Canvas ab?
Ein häufiges Missverständnis ist, dass moderne Strategiearbeit andere agile Methoden ersetzt. Tatsächlich fungiert die Adaptive Strategie eher als „Betriebssystem“. Um nicht im Methoden-Sumpf zu stecken zu bleiben haben wir ein paar Abgrenzungen vorgenommen.
Methoden-Check: Warum das Hexagon kein Business Model Canvas auf Steroiden ist
In der Beraterwelt gibt es mehr Frameworks als Kaffeesorten bei Starbucks. Da verliert man schnell den Überblick. Damit du beim nächsten Meeting nicht mit Buzzwords um dich werfen musst, ohne zu wissen, was sie tun, hier die Abgrenzung. Spoiler: Das Hexagon ist der Rahmen, in dem die anderen Tools erst so richtig Sinn ergeben.
Hexagon vs. Business Model Canvas (BMC)
Das BMC ist der Goldstandard, wenn du wissen willst, wenn du neu über ein Business Model nachdenlken willst. Es fokussiert sich voll auf das Geschäftsmodell. Das ist super, aber meistens starte man nicht auf der grünen Wiese sondern schleppt eine bestehende Organisation mit sich herum. Das Hexagon schaut immer zuerst auf das was da ist: Es nimmt die gesamte Organisation in den Blick inklusive Kultur und Struktur. Es passt also weniger zu Startups sondern zu bestehenden Organisationen.
Hexagon vs. OKR (Objectives & Key Results)
Hier herrscht oft die größte Verwirrung. Viele denken, OKRs sind die Strategie. Nope. OKRs sind ein fantastisches Werkzeug, um strategische Optionen operativ zu testen und PS auf die Straße zu bringen. Aber: Ohne ein Hexagon, das die Richtung vorgibt, läufst du mit OKRs zwar verdammt schnell, aber vielleicht in die völlig falsche Richtung. Die Strategie im Hexagon liefert das „Warum“ und das „Wohin“, die OKRs liefern das „Wie messen wir den Fortschritt im Quartal?“. Erst die Kombi macht’s krisenfest. Wir lieben Kunden, die schon OKRs (oder vergleichbare adaptive Managementsysteme eingeführt haben) denn dann liegt das Fundament bereit für gute adaptive Strategiearbeit.
Hexagon vs. Design Sprint (oder Foundation Sprint)
Ein Design Sprint ist wie ein SWAT-Team-Einsatz: Du hast ein konkretes Problem und ballerst in fünf Tagen eine Lösung raus. Das ist extrem effizient, läuft aber Gefahr, zum Insel-Projekt zu werden. Das Hexagon ist die Qualitätssicherung: Es stellt sicher, dass die fancy Lösungen aus dem Sprint auch wirklich zur Identität und zum Kern der Firma passen. Es verhindert, dass ihr coole Produkte baut, die zwar der Markt will, die eure Organisation aber kulturell oder strukturell gar nicht stemmen kann.
Das Fazit: Gemeinsame Realität statt Methoden-Dschungel
Der größte Unterschied? Das Hexagon ist ein Kollaborations-Tool, um eine gemeinsame Realität über die aktuelle und zukünftige Strategie der Organisation zu schaffen. Es hilft uns, nicht nur punktuell zu optimieren, sondern eine konsistente Linie zwischen Sinn, Markt und dem täglichen Handeln zu ziehen.
Nur wenn diese Felder synchron laufen, entsteht echtes gemeinsames Handeln. Ohne das Hexagon hast du vielleicht viele tolle Methoden-Koffer im Keller, aber kein Haus, in dem sie sinnvoll zum Einsatz kommen.


Noch tiefer einsteigen? Dann hier entlang:
➝ Hexagon vs. Business Modell Canvas
➝ Strategie vs OKR: wie passt das zusammen?
➝ Methoden-Check Foundation Sprint mit dem Hexagon





5. Welche Routinen braucht adaptive Strategie im Alltag (Reviews, Check-ins)?
Wer adaptiv sein will, darf Strategie nicht als Event begreifen, sondern als Betriebssystem für den Alltag.
Hier sind die Routinen, die du brauchst, damit deine Strategie nicht im digitalen PDF-Nirvana verstaubt:
1. Das Optionen Weekly: Der Herzschlag der Umsetzung
Vergiss stundenlange Status-Updates. Das Optionen Weekly dauert exakt 25 Minuten. Es ist das Brennglas, mit dem wir wöchentlich (oder alle zwei Wochen) prüfen, ob unsere strategischen Entscheidungen in der echten Welt überleben.
- Der Modus: Diszipliniertes Timeboxing. Keine langen Diskussionen, sondern knallharte Klärung von Hindernissen.
- Der Fokus: Wir schauen auf das Optionen Board (unser strategisches Kanban). Was ist „In Progress“? Wo hakt es? Was verschieben wir von „Ready To Go“ in die Arbeit?
- Der Clou: Wir führen eine heimliche Strichliste: Helfen uns unsere Markierungen gerade wirklich, Entscheidungen zu treffen? Wenn nicht, müssen wir an die Markierungen ran.
2. Der „Optionen entscheiden“-Workshop: Strategisches Ausmisten
Dieses Format findet nicht nach Kalender, sondern nach Bedarf statt – immer dann, wenn die „Ready To Go“-Spalte auf dem Board leerläuft.
- Der Job: Wir werfen alle neuen Ideen (Optionsskizzen) aus dem Backlog auf den Tisch und sortieren sie in Referenzklassen (z.B. nach Budget oder Wirkungsfeld), um Äpfel mit Äpfeln zu vergleichen.
- Die Magie: Wir nutzen unser professionelles Bauchgefühl und die Markierungen, um radikal zu priorisieren. Was macht uns in der Zukunft handlungsfähiger?
3. Die Seismolog*innen-Runde: Das Frühwarnsystem
Da Strategie auf zwei Beinen läuft, einem geplanten und einem emergenten, brauchen wir Leute, die das Gras wachsen hören.
- Wer: Mitarbeitende aus der „Linie“, die nah an Kund*innen oder an der Technik sitzen.
- Was: Sie spiegeln regelmäßig zurück, wenn die Markierungen der Organisation (unser Selbstbild) nicht mehr zur Realität der täglichen Arbeit passen. Das ist der Input für neue, emergente Optionen.
4. Meta-Multi-Check-ins: Organisationale Hygiene
In normalen Team-Meetings oder Weeklys bauen wir eine kleine Routine ein: Wir fragen nicht nur „Wie geht’s dir?“, sondern: „Wie geht es unserer Organisation gerade?“. Wir behandeln die Firma wie ein lebendiges Wesen. Das schult die Fähigkeit zur Metareflexion und verhindert, dass wir im operativen Kleinklein den Blick für das große Ganze (das Hexagon) verlieren.
Warum das Ganze?
Routinen schaffen Stabilität in der Instabilität. Ohne diese Ankerpunkte wird adaptive Strategie schnell zu willkürlichem Aktionismus. Mit ihnen wird sie zu einer kollektiven Lernschleife.
Kurz gesagt: Strategie ist kein Masterplan, sondern eine wöchentliche Übung in Disziplin und Anpassung. Zack, fertig.
Noch tiefer einsteigen? Dann hier entlang:
➝ Wie kommen eigentlich Kennzahlen (KPIs) ins Hexagon? KPIs sind ein wesentliches Steuerungstool für alle Organisationen. Wir zeigen, wie man das Hexagon nutzen kann um herzuleiten, welche KPIs wirklich strategisch sinnvoll sind.
➝ 7 Mythen über Strategiearbeit: Aufräumen mit dem Vorurteil, Strategie sei nur etwas für den Elfenbeinturm.
➝ Strategie-Routine statt Masterplan: Warum kontinuierliche Anpassung wichtiger ist als das Festhalten an starren Meilensteinen.
➝ Markierungen, Optionen, Arbeit: Das Framework, um die Balance zwischen stabilen Werten und flexibler Umsetzung zu halten.





6. Interaktives Einführungs-Webinar
In diesem interaktiven 90-minütigen Webinar lernst du das Strategie-Hexagon kennen. Das Strategie-Hexagon hilft dir, Komplexität zu strukturieren, bessere Entscheidungen zu treffen und deine Organisation in die Lage zu versetzen, Veränderung proaktiv statt reaktiv zu gestalten.
Das Webinar basiert auf Methoden, die wir in über 15 Jahren Arbeit mit Organisationen wie der Deutschen Bahn, OMR, Körber, NDR oder Sparkassen entwickelt haben.


Dieses Webinar ist für dich, wenn du:
- als Führungskraft Strategie, Teams oder Veränderungen verantwortest
- in Organisationentwicklung, Transformation oder Innovation arbeitest
- eine komplexe strategische Herausforderung in deiner Organisation lösen möchtest
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Du brauchst keine Vorerfahrung, nur Neugier und Lust auf Weiterentwicklung.





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