Circular Thinking – Innovationen für eine bessere und ökologische Zukunft

Foto von Alena Koval

“Waste is not waste, until you waste it”

Will.I.Am

Müllteppiche in den Weltmeeren, Menschenrechtsverletzungen in Fabriken, Mikroplastik in unserer Nahrung. Berichte über die Auswirkungen des Klimawandels zeigen, dass unsere gegenwärtige Art zu wirtschaften nicht mehr funktioniert. Sie zieht vielfältige ökologische und soziale Probleme nach sich. Gleichzeitig erzeugt kein Unternehmen diese Probleme absichtlich. Darin liegt eine Chance und auch eine Notwendigkeit zu handeln!

Zahlreiche Rohstoffe sind begrenzter Menge verfügbar und Abfälle verschwinden nicht einfach, wenn sie nicht intelligent in bestehende Kreisläufe integriert werden. Trotzdem hinken wir hinterher. In unseren Produkt- und Service-Entwicklungen, aber auch in unserem Konsumverhalten. Die aktuellen linear gedachten Prozesse funktionieren nicht mehr.

Wenn es uns gelingt, unsere Denkgewohnheiten an Kreisläufen, anstatt an linearen Prozessen auszurichten, eröffnen sich neue Möglichkeiten der intelligenten Gestaltung, die nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich nachhaltig sind.

Der Umweltschützer und Umweltforscher David Orr hat gezeigt, dass jede Kultur über eine Design-Strategie verfügt. Sie beruht darauf, wie sich ihre Mitglieder das Funktionieren der Welt vorstellen und dies dann imitieren. Circular Thinking setzt an, wo unsere aktuellen Problemlösungsstrategien Kollateralschäden verursachen, die wir nicht beabsichtigen oder sogar in Kauf nehmen. Wenn wir komplexer Dynamiken und Zusammenhänge auf eindimensionale Ursache-Wirkung-Beziehungen reduzieren, uns ausschließliche auf Profitabilität und Nutzerbedürfnisse fokussieren, dann führt das immer wieder zu externalisierten Kosten, die von uns allen bezahlt werden.

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Wir brauchen ein Update: ein neues Denken und Handeln. Ähnlich wie die Digitalisierung bedeutet dies für Wirtschaft und Gesellschaft einen grundlegenden Wandel, den wir aktiv gestalten können. Am Ende bleibt uns dabei nicht weniger, sondern mehr… mehr Vielfalt, mehr Resilienz und eine gesunde, erfüllende Lebensgrundlage.

Circular Thinking macht diese Prämissen sichtbar. Es hilft dabei neue der Komplexität der Verhältnisse entsprechende Design Strategien für eine nachhaltige und sozial gerechte Wirtschaft zu entwickeln.

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Hier beschreiben wir, was wir mit Circular Thinking meinen
Erfahre hier, wie wir mit Warm Data komplexen Problemen begegnen können.
Hier erzählen wir, warum wir auch bei Nachhaltigkeitsinnovationen eine offene Fehlerkultur brauchen.

Wie denken wir zirkulär? (unser Ansatz)

Wenn es um die hohe Kunst des philosophischen Arguments geht, gilt der Zirkelschluss, (also die Begründung einer These durch ihre Prämisse) als logischer Irrtum und Fehler im Denken. Wenn wir von Circular Thinking sprechen, meinen wir dagegen eine Form des Denkens und Handelns, die der Komplexität unserer aktuellen Herausforderungen gerecht wird, Reduktionismus vermeidet und sich einiges bei den Kreisläufen der Natur abschaut. Vier Aspekte sind uns dabei wichtig: 

Systems Thinking: Komplexe Probleme entstehen häufig aus sich verstärkenden negativen Rückkopplungsschleifen, z.B. wirkt sich Armut negativ auf Bildung von Kindern aus, was für diese wiederum das Armutsrisiko im späteren Leben erhöht. Mithilfe von systemischen Analysen, Beobachtungen und Interventionen können solche Schleifen sichtbar gemacht und mögliche Hebel zu ihrer Veränderung gefunden werden.

Circular Design: Aus dem Design Thinking kennen wir hervorragende Methoden zu iterativer und nutzerzentrierten Innovation. Circular Design verbindet dieses Handwerkszeug mit spezifischen Anforderungen und Prinzipien, um Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die Müll entweder ganz vermeiden oder Abfallprodukte wieder als Rohstoffe in den Kreislauf zurückführen.

Business Solutions: Green New Deal, Doughnut Economy, Circular Economy… diese und zahlreiche verwandte Ansätze stellen unser Wirtschaften auf neue Beine und entwickeln zukunftsfähige Geschäftsmodelle. Ein Potential, dass McKinsey zusammen mit der Ellen McArthur Foundation allein auf 1,8 Billionen EUR beziffert.

Consumer Behavior: Nicht nachhaltige Lösungen sind immer noch Standard und für die Consumer die einfachere Option. Die besten Circular Design-Lösungen bringen nichts, wenn sie von den Verbraucher:innen nicht genutzt werden. Erkenntnisse aus der Verhaltensökonomie helfen (z.B. durch Nudges) dabei, Produkte und Lösungen so zu gestalten, dass sie von den Menschen angenommen werden.

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➝ Hier findest du einige Circular Thinking Prinzipien
➝ Hier berichten wir, warum Circular Thinking auch wirtschaftlich Sinn macht
➝Hier findest du unser Projekt Design Thinking für Nachhaltigkeit mit hilfreichen Templates zum Download

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